05/01/2026
Schnee sieht für uns einfach nur irgendwie weiß aus.
Für Hunde ist er ein mehrstöckiges Geruchsarchiv,
quasi eine Geruchsfestplatte...
Kälte konserviert Gerüche
Schnee bindet Feuchtigkeit
Duftmoleküle bleiben länger „stehen“
statt sich wie bei Wärme sofort zu verflüchtigen
Gerüche sind dichter, klarer und länger verfügbar.
Ergo sind sie noch spannender…
Schnee legt sich wie ein Filter über den Boden.
Alte Spuren unten, neue oben.
Dazwischen Zeit.
Was wir sehen: Weiß.
Was dein Hund riecht: Zeitstempel, Richtungen, Emotionen.
Ein bisschen wie eine Festplatte voller Metadaten:
Wer war hier
wann
wie schnell
mit welcher Stimmung
und wer kam später noch drüber
Deshalb schnüffeln viele Hunde bei Schnee nicht nur mehr, sondern tiefer.
Und genau das kann sie auch mehr ins Außen bringen.
Mehr Infos = mehr Verarbeitung.
Hunde werden bei Schnee jedes Mal zum Profi-Schnüffler
Noch mehr Sherlock Holmes als sonst schon.🕵️♂️🐾
Und manchmal bleiben sie ewig an einer Stelle stehen.
Nicht weil sie stur sind, sondern weil er gerade liest.
Sie da wegzuziehen ist ein bisschen so,
als würde dir jemand den Laptop zuklappen
mitten im Lesen.
Training ist dann oft nicht die richtige Lösung
Nicht, weil er „nicht will“.
Sondern weil sein System gerade viel verarbeitet und er nicht anders kann
Was kannst du tun….
❄️ ultra langsam Spazieren
❄️ nichts erwarten
Ja, Hunde ziehen vielleicht auch jetzt mehr an der Leine..
Aber je mehr Pausen ihr macht
je mehr sie wahrnehmen dürfen
je mehr sie beobachten können
desto ruhiger und klarer wird der Spaziergang insgesamt.
Wichtig für euch
Lasst euch trotzdem nicht von A nach B ziehen.
Und wenn ihr merkt, dass ihr innerlich genervt werdet,
korrigiert nicht den Hund sondern euch!
Körper aufrichten
Atmung runter bringen
Blick nach vorne
Mehr Fokus auf dich als auf deinen Hund.
Und genau das entspannt deinen Hund am Ende am auch