25/01/2025
Gedanken zum Thema Tölt - Teil 2 mit .islandpferd
Nach dem ersten Teil 1 habt ihr ja jetzt schonmal eine Idee, an welchen Merkmalen ihr den Tölt beurteilen könnt.
Aber worin liegt die große Herausforderung beim guten Töltreiten?
Beim tensegralen Arbeiten entwickeln wir zusammen mit dem Pferd ein neues Druckverständnis. Wir möchten, dass das Pferd auf einen Druckimpuls (z.B. Schenkel) hin mit Dehnung und Länge reagiert. Es ist oft sehr schwierig für die Pferde ihr Druckverständnis im Tölt zu ändern, also auf Druck hin Länge zu geben und trotzdem zu Tölten statt zu traben.
Es ist eine Herausforderung für den Reiter feinfühlig merken, wieviel Druck man für den Erhalt der Gangart braucht, ohne dass das Pferd die Gangart über Verspannung und Kompensation hält.
Ebenso darf der Reiter sich zum Erhalt der Gangart nicht verspannen oder verkrampfen, sondern die Muskulatur sollte sich abwechselnd positiv an- und abspannen.
Auf dem Weg dahin kann es passieren, dass die Oberlinie rund wird, das Pferd ist leicht und offen, aber es kann sich noch nicht komplett dehnen ohne die postive Spannung zu verlieren. Dies wird Step by Step besser. Hier sollte man gut am Druckverständnis arbeiten und am eigenen Timing, damit das Pferd auch versteht, dass die Länge das gewünschte Ergebnis ist.
Bitte auch dran denken, dass Tölt sehr anstrengend für Pferde ist, die diese Bewegungsmuster neu lernen müssen.
Jungpferde, die entsprechend eingeritten werden, haben es hier leichter.
Passt also Art und Dauer der Belastung gut an euer Pferd an!