03/01/2026
Narbenteppich - es gibt , die überwiegend mit Hunden mit gesteigertem arbeiten und sich damit brüsten, wie oft sie schon gebissen wurden (und das überlebt haben?).
Die mit Stolz geschwollener Brust herumgockeln und zur Schau stellen, wie mutig sie waren, wie heftig sie verletzt wurden, wie häufig sie dem Tod von der Schippe gesprungen sind.
Worüber wir aber reden sollten ist, was das mit allen anderen Beteiligten macht.
Was es mit einem Menschen macht, einen „so krassen“ Hund zu haben, der schon Trainer*innen zerlegen wollte.
Was es mit Hunden macht, die immer wieder Erfolg im Aggressionsverhalten finden. Denn niemand, wirklich niemand, hat nen Hund im Arm und bleibt seelenruhig in der Situation stehen.
Die krasse Arbeit findet da statt, wo so gut gesichert wird, dass niemand einen Krankenschein braucht.
Wo so gut gehändelt wird, dass Hunde, die explodieren, keinen Schaden anrichten. Weder körperlich, noch psychisch.
Wo Sicherheitskonzepte im Kopf der Trainer*innen auf und ab laufen und immer ausreichend Kapazität da ist, einzuschreiten, falls nötig.
Arbeit mit wütenden Hunden erfordert Umsicht, Reaktionsvermögen und Aufmerksamkeit, Vorsicht & Absicherung.
Denn es ist ein Unterschied, ob jemand nach einer Stunde nach Hause fährt und sagt „war wütend, der Gute, aber wir haben was geschafft.“ Oder ob jemand im Kopf hat, dass der Hund an diesem Tag JEMANDEN geschafft hat.
Wir arbeiten seit 8 Jahren mit wütenden Hunden. Ohne einen einizigen Beißvorfall. Weil wir Menschen ermutigen und nicht entmutigen wollen.
Und weil wir Hunden zeigen wollen, dass Aggression zu nichts führt. Und ich bin stolz darauf, dass das hier das krasseste Bild ist, welches ich zeigen kann.
Kunstwerk eines extrem wütenden, großen Hundes mit dem Namen „Metallmaulkorb meets very kalte Hände“.
Habt ein schönes Wochenende.
Lasst euch nicht beißen 🫶