Hundum-wohl

Hundum-wohl Coaching von Mensch-Hund-Teams

29/12/2025
05/12/2025

Die andere Seite der Überbeschäftigungs-Medaille: Das Boreout-Syndrom!

Von Ralph Rückert, Tierarzt

Einige der älteren Hunde, die man draußen beim Spaziergang melancholisch hinter ihren Besitzern hertrotteln sieht, haben natürlich gesundheitliche Probleme, die sie schlecht zu Fuß machen. Bei der Mehrheit dürfte der Grund für dieses Verhalten aber darin zu suchen sein, dass sie einfach geistig erstarrt, völlig unterfordert und bezüglich der immer gleichen täglichen Routine vor Langeweile schier um den Verstand gebracht worden sind, also – neudeutsch ausgedrückt – unter einem ausgewachsenen Boreout-Syndrom leiden.

Lassen wir doch mal den alten Goethe ran, weil der sowas eben drauf hatte, mit einem Zitat aus „Torquato Tasso“, das mir meine Trauzeugin damals zu unserer Hochzeit geschenkt hat:

„Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen,
Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck
In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen.
Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn,
Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt
Sich eine Laune; ungezähmter wirkt
Die Leidenschaft, und so verletzen wir
Am ersten die, die wir am zartsten lieben.“

Die Zeilen beschreiben ganz treffend, um was es mir in diesem Artikel geht, wenn es auch beim älteren Hund weniger um ungezähmtere, sondern eher um erkaltende Leidenschaften geht. Man denke mal zurück an die Welpen- und Junghund-Zeiten: Was man da für Kopfstände gemacht hat, wie viel Zeit und Mühe man investiert hat in das hohe Ziel des wohl erzogenen, des perfekt an einen gebundenen, des „funktionierenden“ Hundes.

Man hat sich eventuell Urlaub genommen, man ist mehrmals pro Woche zu den Welpengruppen der diversen Hundeschulen gerannt, man hat krampfhaft die Gesellschaft anderer Hundehalter gesucht, damit der kleine Hund nur ja ordentlich sozialisiert werden möge. Selbst neben der Arbeitstätigkeit wurden jeden Tag viele Stunden für Aktivitäten mit dem faszinierenden neuen Familienmitglied reserviert. Alles war so neu, so unendlich spannend!

Jeden Tag hat sich der Welpe oder Junghund verändert und einen vor neue Herausforderungen gestellt, auf die man schleunigst und korrekt reagieren musste, weil einem ja von allen Seiten versichert wurde, wie schnell man einen Schaden fürs Leben anrichten kann, wenn man da was versemmelt. Der junge Hund bekam letztendlich für eine gewisse Zeit mehr konzentrierte Aufmerksamkeit ab als die Kinder. Bei der Erziehung der eigenen Brut verlässt man sich ja gern auf seine Instinkte, traut genau diesen Instinkten aber bei der Aufzucht einer anderen Spezies mit einer gewissen Berechtigung nicht so recht über den Weg.

Kurzum: Für die ersten zwei Jahre dreht sich in frischgebackenen Hundehalter-Familien wirklich fast alles um den Hund. Man ist – auch hormonell nachweisbar – buchstäblich frisch verliebt. Man erfreut sich an des Hundes jugendlicher Schönheit, seinem Temperament und an seinen Erfolgen in der Erziehung. Man geht in seinem Drang, dem Hund (und damit natürlich auch sich selbst) immer neues Entertainment zu bieten, oft genug sogar zu weit, wie im letzten Artikel erläutert.

Dann – analog zu unseren eigenen innerartlichen Beziehungen – kühlt die erste Leidenschaft ab und muss transformiert werden in etwas Ruhigeres, idealerweise auch Beständigeres. Dabei hilft einem der Hund, denn dessen Leidenschaft für uns nutzt sich nicht so leicht ab. Wir Menschen sind und bleiben nun mal zwangsläufig sein Lebensinhalt. Man kann nun getrost „in seiner Liebe ruhen“, weil diese allemal sicher ist und weil man – ist nicht irgendwas schiefgelaufen – inzwischen den erträumten „funktionierenden“ Hund hat. Man muss nicht mehr viel Mühe investieren. Der Hund begleitet einen, genau so, wie man sich das anfangs vorgestellt hatte, als perfekter Kumpel durchs Leben.

Dieses unser Leben ist aber nun mal sehr, sehr dominant: Der Beruf, die damit verbundenen Probleme und Sorgen, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, unsere Kinder, die alt werdenden Eltern, die eigene Gesundheit, das alles nimmt uns schwer in Beschlag und raubt viel von unserer Zeit. Und irgendwie kippt da irgendwann irgendwas um, so in etwa zeitgleich mit den ersten grauen Haaren um die Schnauze des Hundes.

Er ist inzwischen auch nicht mehr so fordernd wie in seiner Jugendzeit und hat sich – das ist ja seine große Spezialität – endgültig an uns und unseren Lebensstil angepasst. Er akzeptiert es eben, dass die Spaziergänge aufgrund anderer Anforderungen kürzer und kürzer ausfallen, dass sie immer auf den gleichen Wegen stattfinden, dass wir dabei mehr auf unsere Smartphones schauen als auf ihn. Er nimmt es hin und rollt sich neben uns zusammen, wenn wir abends (man wird ja selber auch nicht jünger!) erschöpft von der Arbeit nach Hause kommen und nach einer kurzen Pinkelrunde um den Block nur noch eine Tiefkühlpizza, den Fernseher und danach das Bett im Kopf haben.

Bis hierhin habe ich mich eher allgemein ausgedrückt, weil ich eigentlich ziemlich sicher bin, dass das zwar nicht bei allen, aber doch bei vielen Hundebesitzern genau so läuft. Da ich aber nicht fahrlässig etwas unterstellen möchte, wechsle ich nun in die Ich-Form, in meine persönliche Erfahrungswelt. Ich kann nicht einschätzen, wie vielen von Ihnen es so geht wie mir. Wer sich nicht angesprochen fühlt und diese Gedankengänge weit von sich weist, soll sich halt einfach freuen, dass er dieses Problem offenbar für sich erfolgreich gelöst hat.

Ab und zu trifft mich nämlich ein Blick meines Terriers, und zwar mitten ins Herz! Klar, da kommt jetzt wieder elend viel Vermenschlichung ins Spiel, aber ich kann mich halt manchmal auch nicht retten und fange an zu interpretieren. Schlechtes Gewissen spielt da sicher eine große Rolle, denn ich bilde mir diesen Blick immer in Situationen ein, in denen ich früher mit dem Hund irgendwas für ihn Sensationelles gemacht habe, jetzt aber aufgrund alltäglicher Anforderungen bei der üblichen und starren Routine bleibe. Er scheint zu sagen: „Hier haben wir doch immer Verstecken gespielt. Könnten wir nicht…?“. Oder: „Früher bist du nicht den ganzen Samstag vor dem PC gesessen und hast geschrieben. Da sind wir doch auf Berge gestiegen oder den ganzen Tag um den großen See gelaufen. Das war doch toll, oder? Könnten wir nicht…?“. Oder: „Früher hast du mir abends immer (mit ganz vielen Leckerchen!) was Neues beigebracht, statt nur in deinem Buch zu lesen. Könnten wir nicht…?“. Und dann wendet sich sein Blick wieder ab, und ich interpretiere voller Schuldbewusstsein resignierte Akzeptanz in dieses Abwenden rein.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Unserem Hund geht es zweifellos gut bei uns! Er bekommt (ABAM!) viele feine Sachen zu futtern, er ist immer den ganzen Tag mit uns zusammen, muss nie alleine bleiben, kommt auf jede Reise, in jeden Urlaub mit und hat logischerweise Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung. Aber das ist halt nicht alles, speziell für eine Terrier-Rakete wie ihn. Sensorischer Input und neue Herausforderungen sind ebenfalls Grundbedürfnisse eines erfüllten Hundelebens, und da habe ich ihn – ebenso wie alle meine Hunde vor ihm – in der alltäglichen Routine meines Lebens zeitweise schon irgendwie vernachlässigt.

Vielleicht mache ich mir auch zu viele Sorgen. Wie im ersten Teil dieser zweiteiligen Artikelserie erläutert, haben Beobachtungen an Hunden, die ihren Tagesablauf selber bestimmen können, gezeigt, dass Hunde offenbar eine deutlich ausgeprägte Neigung zu Müßiggang haben.

Trotzdem: Es ist leider allzu leicht, einen gut funktionierenden und älter werdenden Hund einfach so neben her laufen zu lassen. Das ist nicht wirklich fair, und ich versuche, mich mit aller Kraft gegen diese Tendenzen zu wehren, mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Wie oben schon angedeutet: Das soll nur ein sanfter Denkanstoß sein, ganz ohne Unterstellungen. Ich glaube es zwar nicht, aber vielleicht geht es ja nur mir persönlich so, mit meinem High-Speed-Beruf, meiner Blog-Schreiberei und meinen anderen Aktivitäten. Es muss also bei der Facebook-Diskussion des Artikels niemand beleidigt aufjaulen und sich selbst als perfekten Hundehalter darstellen, dem das nie und nimmer passieren könnte. Dafür gibt es wirklich keinen guten Grund!

An den Lösungsansätzen derer, die das eventuell ähnlich wie ich empfinden, bin ich allerdings lebhaft interessiert.

Zum Abschluss vergehe ich mich noch an Goethe. Hoffentlich erscheint er mir nicht heute Nacht im Traum und zieht mir die Ohren lang!

„Mit jungen Hunden nimmt man sich zusammen,
Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck
In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen.
Allein bei alten läßt man frei sich gehn,
Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt
Sich eine Laune; abgekühlter wirkt
Die Leidenschaft, und so verletzen wir
Am ersten die, die wir am zartsten lieben.“
Bleiben Sie mir gewogen, bis bald, Ihr

Ralph Rückert

© Ralph Rückert
Sie können jederzeit und ohne ausdrückliche Erlaubnis auf diesen Artikel verlinken oder ihn auf Facebook teilen. Jegliche (auch teilweise) Vervielfältigung oder Nachveröffentlichung, ob in elektronischer Form oder im Druck, ist untersagt und kann allenfalls ausnahmsweise mit schriftlich eingeholtem Einverständnis erfolgen. Zuwiderhandlungen werden juristisch verfolgt. Genehmigte Nachveröffentlichungen müssen den jeweiligen Artikel völlig unverändert lassen, also ohne Weglassungen, Hinzufügungen oder Hervorhebungen. Eine Umwandlung in andere Dateiformate wie PDF ist nicht gestattet. In Printmedien sind dem Artikel die vollständigen Quellenangaben inkl. meiner Homepage beizufügen, bei Online-Nachveröffentlichung ist zusätzlich ein anklickbarer Link auf meine Homepage oder den Original-Artikel im Blog nötig.

28/11/2025

Eines der größten Rätsel beim Thema Rückruf für mich ist, weshalb so viele HundehalterInnen keine Hundepfeife nutzen. Meiner Erfahrung nach garantiert sie bei richtigem Aufbau einen bombenfesten Rückruf, der auch unter Ablenkung bestens sitzt und wirkungsvoller ist, als ein Rückrufwort.

Was bringt eine Hundepfeife?

Naja, die Pfeife allein bringt gar nüscht. Sie muss schon richtig eingesetzt werden, damit der Rückruf mit Pfeife klappt. Dabei machen wir uns die Klassische Konditionierung zunutze. Hier wird ein neutrales Signal (Pfiff) mit einem Reiz (Futterbelohnung, Spielzeug, Mega-Belohnungen) verknüpft, so dass der Hund nach vielen, vielen Wiederholungen ohne zu überlegen oder abzuwägen die konditionierte Reaktion (Herankommen) zeigt. Bei entsprechend kleinschrittigem Aufbau fungiert die Pfeife später auch als Abbruchsignal, wenn der Abruf sehr schwierig ist.

Weitere Vorteile einer Hundepfeife sind:
✔ Sie ist auch über weite Strecken hörbar und
✔ sie ist ein neutrales Signal. Das heißt, sie vermittelt keine Emotion wie Ärger oder Ungeduld.
✔ Und: Sie kann ganz bequem parallel zum normalen Rückruf trainiert und eingeführt werden.

Welche Hundepfeife und welches Pfiffsignal soll man wählen?

❗Bitte immer eine hörbare Pfeife wählen, keine Hochfrequenzpfeife.
❗Der Ton muss immer gleich sein, auch bei verschiedener Witterung; am besten schafft man gleich mehrere Pfeifen eines gängigen Modells an.
❗Vorab überlegen, wie man pfeifen möchte: zum Beispiel Doppelton, Doppelton unterschiedlicher Länge oder langer Einzelton.
❗Das Signal muss immer gleich bleiben!

Jetzt geht's los!

▪️Ihr pfeift erst einmal, wenn Euer Hund ohnehin gerade bei Euch steht.
▪️Ihr belohnt Euren Hund SOFORT, sobald er sich Euch zuwendet mit einer sehr guten Belohnung.
▪️ACHTUNG! Welche Belohnung Euer Hund als hochwertig erachtet, entscheidet Euer Hund! Wenn er gerade in Spiellaune ist, solltet Ihr eine Spielbelohnung wählen: Ball, Zergelspiel, Rennspiel, ein Leckerchen werfen, nicht aus der Hand geben ...

Das Rückrufsignal übt Ihr mehrmals wöchentlich in zu Beginn möglichst reizarmer Umgebung und mit wechselnden, hochwertigen Belohnungen. Diese sollten Euren Hund wirklich überraschen, denn je größer die „Überwältigung“ und je passender die Belohnung für die jeweilige Motivationslage, desto bombenfester sitzt später Euer Rückruf.

Übt an kurzer und langer Leine, im Freilauf nur, wenn Ihr sicher seid, dass Euer Hund aufmerksam ist oder wenn er sowieso gerade auf Euch zuläuft. Auch wenn der Rückruf oder die Pfeife gut funktionieren, müsst Ihr sie immer wieder auffrischen, wenn keine Ablenkung ist.

Geübt wird, wenn der Hund erwünschtes Verhalten zeigt, nicht, wenn er zu weit weg ist, jagt oder Jogger verfolgt!

Für Hunde, die sich durch Futter kaum oder gar nicht motivieren lassen, sollte die Pfeife von Beginn an mit anderen Belohnungen gekoppelt werden, etwa mit einem Zergelspiel oder einem Ballwurf. Man kann auch unterschiedliche Pfiffe (Arbeitspfiffe) nutzen und so dem Hund ankündigen, dass als Belohnung eine Arbeit folgt, die ihm Spaß macht (z.B. eine Verlorensuche, Flächensuche, Dummysuche, oder ein Apportierspiel).

Wenn Ihr noch mehr Tricks und Tipps zum bombenfesten Rückruf erfahren möchtet, dann seid dabei bei "Pimp your Rückruf" und erfahrt, was es außer dem Rückruf noch braucht, um sich sicher in der Umwelt zu bewegen.

▪️28.11. um 15 Uhr
▪️max. 4 Hunde
▪️35 Euro

Ich freu mich auf Euch!

25/11/2025
09/10/2025

Zur Zeit ist in meinem Leben leider kein Platz für einen eigenen Hund. Stattdessen darf ich die Hunde von Freund:innen sitten und/oder spazieren führen! Von diesen Hunden mag ich erzählen. Einer von ihnen – der Gustav nämlich – ist ein erwachsener Rüde und hat ein Problem mit Hundebegegnung...

16/09/2025

Edit:
Ihr Lieben. Wir denken: Es ist alles gesagt, nur nicht von jedem ;)
Der Beitrag ist so groß geworden, dass wir kaum mit dem Moderieren hinterherkommen.
Daher schränken wir die Kommentarfunktion erstmal ein, damit wir auch mal Feierabend machen können ;)
Wir sagen euch aber "Danke" für die in weiten Teilen sehr konstruktive Diskussion und eure Beiträge.
Und wo ihr schon mal hier seid: Schaut euch doch gerne noch ein wenig um, vor allem unsere Hundetrainingsvideos. Da würden wir uns sehr freuen :)

Originalbeitrag:

Neulich während unserer Drehtour im Straßencafé.

Die Menschen sitzen und schlürfen ihren Kaffee, essen ein Eis. Der dazugehörige Hund stand immer wieder auf, bewegte sich, fühlte sich sichtlich unwohl auf den Pflastersteinen und mochte nicht liegenbleiben. Er musste aber. Er wurde immer wieder ins "Platz!!!" bugsiert und als er nicht im Platz bleiben wollte, hat die Halterin irgendwann die Leine derart um den Fuß gewickelt, dass dem Hund nichts andere übrig blieb.

Aber warum?

Macht es euren Hunden doch nicht so schwer! Ihr hättet doch auch keinen Bock auf kalten, harten, unebenen Pflastersteinen zu liegen! Nehmt doch einfach eine dicke, gepolsterte Decke mit, auf der sich euer Hund wohlfühlt, so dass er entspannt liegenbleiben kann. Oder lasst ihn sich bewegen. Oder holt euch ein Eis auf die Hand und sucht euch einen bequemeren Platz. Oderoderoder...

Macht es eurem Hund doch leichter, sich so zu benehmen, wie ihr das möchtet, indem ihr nicht nur eure eigenen, sondern auch die Bedürfnisse eures Hundes beachtet. 🙂

Danke an alle die, die das eh schon ganz selbstverständlich tun. 😍

20/07/2025

Der Begriff Co-Regulation geht nicht auf eine bestimmte Person oder Forschungsgruppe zurück. Bei der Co-Regulation handelt es sich um ein Konzept, das in der Psychologie, in der Pädagogik und auch der Hirnforschung genutzt wird. 🤓

Einfach ausgedrückt beschreibt Co-Regulation den Prozess, wenn eine emotional stabile Person einer anderen Person (damit ist selbstverständlich auch ein Hund gemeint), die sich gerade in einer emotionalen Schieflage befindet, dabei hilft, ihr inneres Gleichgewicht wiederzugewinnen. 🫂
Wichtig: Es geht hier NICHT um Gegenseitigkeit! Die Person, die co-reguliert ist in der jeweiligen Situation stabil und bedarf selbst KEINER Co-Regulation. ☝️

Wirksame Co-Regulation zeigt sich sowohl beim Menschen als auch beim Hund in einem sich beruhigenden Nervensystem: Messbar beispielsweise in einer sich absenkenden Pulsrate, einer Verlangsamung und Vertiefung der Atmung und einer nachlassenden Muskelspannung.

Co-Regulation ist sinnvoll bei
👉 Stress, Angst, Unsicherheit, Hektik,
👉 starken Gefühlszuständen wie heftiger Wut, Frustration, Furcht, Aufregung, Freude,
👉 potentiell traumatischen Erlebnissen,
👉allen Situationen, in denen der Hund überfordert erscheint,
sofern der Hund nicht in der Lage ist, sich selbst zu regulieren.

Co-Regulation ist aktiv gezeigtes Fürsorgeverhalten gegenüber dem Hund, das eine präsente und aufmerksame Haltung erfordert. Jede Form der liebevollen Zuwendung kann als Co-Regulation gewertet werden, sofern die zugrundeliegende Absicht ist, dass der Hund sich besser ‼️fühlt‼️, nicht dass er sich besser verhält. 🙄
Gute Beispiele sind u.a. das Anbieten von Körperkontakt und gutes Zureden.

Ein unbeteiligtes, “gelassenes” Danebenstehen, wenn der Hund ausflippt, ist keine Co-Regulation, sondern im Wortsinn a-sozial! 😬 Es ist ein Hängenlassen des Hundes, der in der Regel keine Möglichkeit hat sich der Situation zu entziehen, so dass er irgendwann erschöpft aufgeben muss. 😞 Das als Co-Regulation verkaufen zu wollen, ist aus meiner Sicht einfach pervers. 🤷‍♀️
Mit positivem Training oder gar bindungsorientiertem Umgang hat das genau gar nichts zu tun.

Adresse

Kiesen
3612

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Hundum-wohl erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Hundum-wohl senden:

Teilen

Kategorie