Hundeschule Freche Tölen

Hundeschule Freche Tölen Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Hundeschule Freche Tölen, Hundetrainer, Brandteichstraße 20, Greifswald.

03/06/2025

Warum Hunde freiwillig helfen – und wie wir das ruinieren

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1. Was Tomasello und Warneken zeigten

In einer Versuchsreihe am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie ließen Felix Warneken und Michael Tomasello Kleinkindern die Wahl: Helfen oder nicht helfen. Eine erwachsene Person ließ vor den Augen des Kindes absichtlich einen Stift fallen und tat so, als könne sie ihn nicht erreichen. Viele Kinder – bereits im Alter von 14 bis 18 Monaten – halfen spontan, ohne dazu aufgefordert oder dafür belohnt zu werden.

In einer Kontrollgruppe wurden Kinder, die halfen, nachträglich belohnt. Später zeigten diese Kinder das Verhalten nicht mehr von sich aus – sondern nur noch dann, wenn sie erneut eine Belohnung erwarteten. Das ursprünglich freiwillige, sozial motivierte Verhalten war durch externe Verstärkung in eine erwartungsgesteuerte Handlung umgelernt worden. Die intrinsische Motivation war beschädigt worden – durch Belohnung.

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2. Was dabei im Gehirn passiert

Aus neurobiologischer Sicht ist dieses Phänomen gut nachvollziehbar.
Verhalten, das aus eigenem Antrieb entsteht – etwa aus Neugier, sozialer Resonanz oder Problemlust –, aktiviert das mesolimbische Dopaminsystem, insbesondere den Nucleus accumbens. Dieses System reagiert besonders stark auf unerwartet positive Erfahrungen. Es ist evolutionär dafür da, selbstwirksames Handeln mit einem inneren Gefühl von „Richtigkeit“ zu verstärken.

Wird das Verhalten anschließend durch externe Belohnung ersetzt oder überlagert, verschiebt sich der Reizwert:
Nicht mehr das Tun selbst, sondern das Ergebnis wird zur Quelle des inneren Antriebs.
Das Gehirn passt sich an – was man als neuronale Umbewertung bezeichnen kann.

Parallel dazu bewertet der präfrontale Cortex unbewusst die Situation:
Tue ich das, weil ich es will – oder weil ich etwas dafür bekomme?
Diese kognitive Bewertung verändert die emotionale Einordnung des Handelns. Das Verhalten verliert seine Selbstmotivation – es ist nun „Zweckmittel“.

Lernpsychologisch ist dies als Korrumpierungseffekt bekannt:
Ein ursprünglich intrinsisches Verhalten wird durch extrinsische Belohnung entwertet.
Wird diese Belohnung später nicht mehr angeboten, verschwindet oft auch das Verhalten – der innere Antrieb ist blockiert worden.

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3. Warum klassische Konditionierung hier nicht greift

Klassische Konditionierung verknüpft neutrale Reize mit reflexhaften Reaktionen. Sie funktioniert gut bei körpernahen, affektiven oder automatisierten Vorgängen – Speichelfluss, Erregung, Flucht.

Aber intrinsisch motiviertes Verhalten ist nicht reflexhaft.
Es entsteht durch eine innere Bewertung der Situation: durch Sinn, soziale Bedeutung, Vertrautheit, Verantwortung. Dieses Verhalten lässt sich nicht durch einen isolierten Reiz auslösen, sondern braucht eine emotionale Rückkopplung auf bereits gespeicherte Erfahrungen.

Und genau das ist der entscheidende Punkt:

> Wenn ich intrinsisch motiviertes Verhalten aktivieren möchte, kann ich es nicht konditionieren – ich muss es erinnern.

Der Hund benötigt einen Auslöser, der ihn emotional an eine bedeutungsvolle, gemeinsam erlebte Situation erinnert. Nur über diese geteilte Erinnerung kann das Verhalten wieder freigelegt werden – nicht durch ein Signal, nicht durch Futter.

Erinnerung ersetzt den Reiz – oder macht ihn erst bedeutungsvoll.

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4. Die intrinsischen Motivationen des Hundes

Hunde besitzen ein differenziertes System innerer Motive – evolutionär gewachsen, sozial verankert, emotional tiefgreifend. Wer diese versteht, trainiert nicht gegen den Hund – sondern mit ihm.

Die wichtigsten dieser intrinsischen Motivationen:

Kausalitätsprüfung
Hunde wollen verstehen, ob sie Auslöser für Reaktionen anderer sind. Sie beobachten, vergleichen, ziehen emotionale Schlüsse: Habe ich das ausgelöst?

Stressregulation beim Sozialpartner
Hunde versuchen, Spannungen im sozialen Umfeld auszugleichen – besonders, wenn sie selbst daran beteiligt sind. Nicht auf Befehl, sondern aus "Verantwortung".

Nachahmung und Resonanz
Hunde spiegeln Haltungen, Stimmungen und Bewegungen – weil sie sich emotional verbinden wollen. Resonanz ist Beziehung, keine Methode.

Synchronisierung zur Bindungspflege
Freiwillige Anpassung an Rhythmus, Tempo und Raum – nicht weil jemand „bei Fuß“ sagt, sondern weil der Gleichklang Sicherheit gibt.

Raumkontrolle zur Herstellung von Sicherheit
Soziale Raumordnung hilft dem Hund, sich zu orientieren. Wer darf wo stehen? Wer schützt wen?

Sinnprüfung vor Handlung
Ein Signal wie „Hier“ wird geprüft – nicht technisch, sondern emotional. Ergibt das Verhalten in dieser Situation für mich Sinn?

Selbstwirksamkeit und Problemlösen
Der Hund will selbst handeln, selbst gestalten, selbst beenden. Dieses Gefühl ist sein stärkster innerer Verstärker.

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5. Der Schaden durch extrinsische Motivation

Trainer, Ausbilder – und selbst manche Forscher – arbeiten bevorzugt mit extrinsischen Verstärkern: Futter, Spiel, Lob. Sie bewerten Verhalten danach – und erklären es dann zur Natur des Hundes. Dabei übersehen sie:
Sie haben das Verhalten bereits verändert, bevor sie es bewertet haben.

Wenn ein Hund von klein auf nur extrinsisch motiviert wird, verlernt er, aus sich selbst heraus zu handeln. Besonders in der sensiblen Phase der Welpenzeit werden neuronale Strukturen angelegt: Was häufig genutzt wird, bleibt bestehen – was nicht gebraucht wird, wird in der Pubertät abgebaut.

Ein Hund, der nie erlebt hat, dass sein eigenes Handeln sinnvoll ist, wird spätestens mit der Reifung zum reaktiven Wesen.
Funktional.
Aber leer.

Er lebt dann nicht mehr in Beziehung, sondern in Erwartung.
Er reagiert – aber er beteiligt sich nicht mehr.

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6. Lerntheorie – ja. Aber weitergedacht.

Die Prinzipien der Lerntheorie gelten auch für intrinsisch motiviertes Verhalten. Auch dort wirken Verstärkung, Löschung, Generalisierung.
Aber: Der Auslöser des Verhaltens liegt nicht im Reiz – sondern im inneren Sinn.

Und dieser Sinn kann nicht erzeugt werden – nur freigelegt.

> Ich kann nicht einfach ein Verhalten belohnen – ich muss ein Verhalten ermöglichen, das sich selbst belohnt.

Das bedeutet:
Ich gestalte den Kontext, die Beziehung, den Raum – so, dass der Hund freiwillig handelt.
Und dieses freiwillige Handeln wird durch Erinnerung belohnt, durch Vertrautheit, durch Sinn.

Ein mechanisch konditionierter Hund funktioniert.
Ein innerlich motivierter Hund versteht.

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7. Schlusswort

Ein komplexer sozialer Organismus wie der Hund – mit hochdifferenzierten emotionalen, sozialen und kognitiven Verknüpfungen – verdient eine entsprechend differenzierte Betrachtung.

Wer glaubt, ihn mit Futter, Klick und Befehl erklären oder steuern zu können, vereinfach nicht – er verfehlt.

Und es ist mehr als nur Irrtum:
Es ist eine Anmaßung, einen sozialen Partner, der auf feine emotionale Resonanz, Beziehung, Mitgefühl und Sinn reagiert, wie eine Maschine zu behandeln.

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Praxisbeispiel: Vom spontanen Verhalten zur Steuerung

Ein Hund springt seinen Menschen beim Heimkommen an. Das Verhalten entsteht ohne vorheriges Signal – es tritt situativ auf.

Wird dieses Verhalten anschließend regelmäßig belohnt, verändert sich die Auslöselogik: Der Hund verknüpft die Handlung mit einer Konsequenz. Das Verhalten wird extrinsisch motiviert. Es tritt fortan bevorzugt dann auf, wenn die Aussicht auf Belohnung besteht – und bleibt häufiger aus, wenn diese ausbleibt.

Wird zusätzlich ein Signal (z. B. ein Wort wie „Hopp“) eingeführt, das zeitgleich mit dem Verhalten verwendet wird, greift klassische Konditionierung: Der Reiz wird zum Auslöser. Das Verhalten wird nun erwartungsgebunden und reizausgelöst gezeigt – nicht mehr spontan.

Das ursprünglich selbstinitiierte Verhalten wird dadurch zu einem steuerbaren, signalabhängigen Ablauf.

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Dies markiert den einzig systematisch nutzbaren Einsatz mechanischer Lerntheorie:

Unerwünschtes Verhalten aus menschlicher Sicht kann durch diese Mechanismen unterbrochen, ersetzt oder gelöscht werden.

Zur Erhaltung oder Förderung selbstgesteuerter Verhaltensweisen eignet sich extrinsische Motivation dagegen nicht.

Stell dir mal vor, dein Hund würde wissen, in welchen Situationen es passt sich hinzusetzen und ruhig zu sein. Ganz von selbst ohne Kommando. Belohnt wird er im Inneren dafür. Gehst du dann her und lobst ihn, belohnt ihn bald nicht mehr das Verhalten selbst, sondern dein Lob. Das führt dazu, dass er das Verhalten aus eigenem Antrieb bald nicht mehr zeigen kann.

Der rein mechanische Einsatz der Lerntheorie und der operanten Konditionierung über extrinsische Motivation, verursacht erst das Verhalten, das für uns unerwünscht ist. Durch unreflektierten Einsatz von Leckerli und Lob, schaffe ich alle Probleme, die unsere Hunde heute so haben. Warum tue ich es dann trotzdem? Weil man es so tut ...

Das sind keine neuen Erkenntnisse, sondern Forschung der letzten 25 Jahre und sollte daher natürlich Wissensstand jedes Hundetrainers im Jahr 2025 sein.

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03/06/2025

Herr, wirf Hirn vom Himmel – und zwar bitte zielgenau auf die Lerntheorie!

Wirklich erstaunlich, wie zuverlässig sie erscheinen: diese Kommentare, in denen jemand empört den Zeigefinger hebt und ruft:
„Aber das ist doch alles operante Konditionierung!“
… um dann gleich hinzuzufügen: „Und trotzdem behauptest du, die Lerntheorie sei überholt?“

Ja. Genau das tue ich.

Und ich liebe diese Kommentare.
Wirklich.
Denn sie zeigen – in aller Reinform – worum es geht.

Meist endet die Diskussion an genau dieser Stelle. Kein Interesse an einem vertieften Austausch, kein Wille zur Differenzierung.
Stattdessen wird ein gedanklicher Kothaufen in den Raum gesetzt – und der Werfer verschwindet. Diskussion verweigert, Strafe erteilt, Haken dran.
Ganz im Stil der mechanischen Lerntheorie selbst. Wie aus der untersten Schublade der autoritären Erziehung.

Die Blackbox-Pädagogik: Hauptsache, es funktioniert von außen.
Wie innen die Welt des Hundes aussieht? Unwichtig.
Was er fühlt, denkt, wahrnimmt? Egal.
Solange am Ende das gewünschte Verhalten herauskommt, ist die Welt in Ordnung.
Diese Denkweise ist Geschichte. Oder sollte es jedenfalls längst sein.

Die klassische und operante Konditionierung – in ihrer mechanischen, vereinfachten Form – reicht nicht mehr aus, um echtes Verstehen zu erzeugen. Und das zeigt sich besonders deutlich in der Beziehung.

Ein Beispiel?
Ruf meinen Hunden ein Kommando zu. Irgendeins.
Sie werden nicht reagieren. Nicht, weil sie dumm sind. Sondern weil sie dich nicht kennen.
Alle Signalworte, die ich verwende, sind mit gemeinsamen Erinnerungen verknüpft. Mit Momenten, in denen ich selbst enthalten bin.
Ein Leckerli in der Luft, ein mahnender Finger – das reicht nicht.

Aber beginn eine echte Interaktion.
Sei präsent, respektvoll, klar – und fange an, mit dem Hund etwas aufzubauen.
Dann kann es sein, dass du ein Tauschgeschäft bekommst. Nicht, weil du den Knopf gefunden hast. Sondern weil dein Gegenüber dich langsam zulässt.

Das ist der Unterschied.

Ich kann mit meinem Hund mitten durch ein Übungsgelände laufen, zwischen trainierenden Mensch-Hund-Teams hindurch, und muss kein einziges Kommando geben.
Gehe ich kurz weg, um – ja, auch das passiert – einen Haufen zu entsorgen, bleibt mein Hund genau dort stehen. Oder setzt sich.
Nicht, weil ich es ihm gesagt habe. Sondern weil er weiß, wo wir gerade sind.
Weil er weiß, was wir tun.
Weil er selbst entschieden hat, zu warten.

Er geht vielleicht auch mal weg, um sich zu erleichtern – und kehrt dann von sich aus wieder an meine Seite zurück.
Auch dann, wenn drumherum andere Hunde bellen, pöbeln, stören.
Nicht, weil ich es ihm beigebracht habe – sondern weil wir Erinnerungen geschaffen haben, die ihn von innen heraus steuern.

Das ist Beziehung. Das ist Erinnerung. Das ist Kommunikation.
Und es hat mit rein mechanischer Konditionierung nichts mehr zu tun.

Natürlich ist das auch Lernen durch Konsequenz.
Natürlich merkt der Hund: Wenn ich meine Bezugsperson verliere, fehlt mir etwas.
Wenn sie traurig wird, stimmt etwas nicht.
Aber bis diese Konsequenzen innerlich Bedeutung bekommen, muss ich sie mit Leben füllen.
Mit echten Situationen. Mit gespürten Emotionen. Mit gemeinsamen Erlebnissen, die eine Spur im Inneren hinterlassen.

Nur so entsteht ein Hund, der sich selbst begrenzt, weil er dich berücksichtigt.
Nicht, weil er eine Strafe fürchtet.
Nicht, weil er eine Belohnung hofft.
Sondern weil du für ihn zählst.

Und das, liebe Lerntheorie-Jünger, steht eben nicht im Kapitel über positive Verstärkung.

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Weiterführende Literatur und Studien:

1. Pręgowski, M. P. (2015).
Your Dog is Your Teacher: Contemporary Dog Training Beyond Radical Behaviorism.
ResearchGate
– Eine kritische Auseinandersetzung mit behavioristischen Trainingsmodellen und die Bedeutung von Beziehung und Kommunikation im modernen Hundetraining.

2. Ziv, G. (2017).
The effects of using aversive training methods in dogs – A review.
Journal of Veterinary Behavior, 19, 50–60.
– Überblick über die negativen Folgen von aversiven Methoden und deren Einfluss auf Hundeverhalten und Wohlbefinden.

3. Vieira de Castro, A. C., et al. (2020).
Does training method matter? Evidence for the negative impact of aversive-based methods on companion dog welfare.
PLOS ONE, 15(12): e0225023.
– Experimentelle Studie, die den Zusammenhang zwischen Trainingsstil und Stressverhalten bei Hunden belegt.

4. Hiby, E. F., Rooney, N. J., & Bradshaw, J. W. S. (2004).
Dog training methods: their use, effectiveness and interaction with behaviour and welfare.
Animal Welfare, 13(1), 63–69.
– Vergleich von Trainingsmethoden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Auswirkungen auf das Verhalten des Hundes.

5. Gaines, S. A., et al. (2008).
The Welfare of Dogs Used in Ground-Based Animal-Assisted Interventions.
DEFRA Report.
– Betonung der Rolle der Beziehung und freiwilligen Kooperation in der Mensch-Hund-Interaktion.

6. Udell, M. A. R., Dorey, N. R., & Wynne, C. D. L. (2010).
What did domestication do to dogs? A new account of dogs' sensitivity to human actions.
Biological Reviews, 85(2), 327–345.
– Zur sozialen Intelligenz des Hundes und wie sie Beziehung und Kommunikation mit dem Menschen beeinflusst.

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Notfall? Let‘s go!Wer denkt, dass ich nur mit ner Rolle Kotbeutel bewaffnet bin, der irrt 😅
20/09/2024

Notfall?

Let‘s go!

Wer denkt, dass ich nur mit ner Rolle Kotbeutel bewaffnet bin, der irrt 😅

Gemäß den Beförderungsbestimmungen der Bahn, sind Hunde an der Leine zu führen und müssen einen Maulkorb tragen. Machen ...
25/08/2024

Gemäß den Beförderungsbestimmungen der Bahn, sind Hunde an der Leine zu führen und müssen einen Maulkorb tragen. Machen wir doch gerne 😉

Leider gehört auch der Abschied dazu🖤Mach‘s gut kleine Joy…. Run free 🌈💔🖤
18/04/2024

Leider gehört auch der Abschied dazu🖤

Mach‘s gut kleine Joy…. Run free 🌈💔🖤

24/12/2023

Habt alle ein bezauberndes Weihnachtsfest Ihr Lieben 🫶 🐾

19/12/2023

Noch 1 Termin für Einzeltraining frei in diesem Jahr!

Wer Hilfe benötigt, der möge sich bitte gerne melden
TEL 01512 6888065 (auch WhatsApp)

Text von Thomas Bursch +++Trigger Warnung: Glaubenskrieg – Positiv vs. Aversiv+++Es reicht! Ausgelöst durch einen Post z...
19/12/2023

Text von Thomas Bursch

+++Trigger Warnung: Glaubenskrieg – Positiv vs. Aversiv+++

Es reicht! Ausgelöst durch einen Post zur Frage der Gewalt im Hundetraining, auf welchen ich fachlich kritisch reagiert habe.
Ja, ich habe viele Diskussionen im Laufe der Jahre geführt und mir sind die moralischen Keulen und Totschlagargumente sehr wohl bekannt.
Nein, ich positioniere mich nicht einseitig auf irgendeine Seite, sondern mache den Mund auf, um endlich mehr Sachverstand, ethologisch sauberes und fundiertes Fachwissen in der Arbeit mit Hunden zu verlangen. Weg von Begrifflichkeiten der Humanpsychologie und Soziologie, hin zu eindeutiger Benennung auf Grundlagen der Verhaltensbiologie von Hunden. Doch jedes Mal kommen sofort die menschlich moralischen Keulen und die Weigerung sich fachlich kritisch mit den getroffenen Aussagen auseinanderzusetzen. Wer ein besserer Mensch ist, muss ja keine Selbstkritik üben!
Meist sind diese Keulen dann sehr geschickt auf Grundlage der NLP formuliert. Hier zwei Beispiele.
Keule 1: „Es ist also richtig, wenn Menschen Gewalt anwenden, nur weil Hunde reduziertes Aggressionsverhalten zeigen.“ Subtext dieser Frage, bei der man sich schön zurücklehnen und behaupten kann, man frage ja nur, ist: „Du bist also auch so ein sadistisches Ar*****ch, dass Schwächere quält!“
Keule 2: „Hast du überhaupt schonmal XY gelesen. Vielleicht solltest Du dich vorher mal informieren. Ich kann dir gern ein paar Empfehlungen geben.“ Das ist ein Argument, bei dem ich fast schmunzeln muss, da es schon sektenhafte Züge trägt. Subtext „Kennst Du die Bibeln unserer Götter überhaupt. Ließ sie und du wirst Erleuchtung finden!“ Oder um es mit einem Zitat aus Forrest Gump zu kommentieren. „Kann es sein, dass Du dumm bist?“
Kombiniert man beide Keulen im Verständnis des Subtextes, so bleibt: „Entweder bist Du ein sadistisches Ar*****ch oder ein Ahnungsloser, der Brutalität benutzt, weil er es nicht besser weiß?“ Und dies, obwohl man nichts über den Bildungsstand oder die Persönlichkeit des Gegenübers weiß. Das ist erstens nicht nur anmaßend, sondern ein ganz klares Ausüben psychischer Gewalt gegen Andersdenkende. (Aber trainieren tut man „Gewalt frei“) Den Diskussionspartner erst einmal vor versammelter Mannschaft degradieren und demütigen, ohne ihn zu kennen. Und das Volk der Anhänger jubelt!
Ein großes Kino der menschlichen Doppelmoral.
Aber lasst mich einen Blick auf das Fachliche werfen, was im Kontext dieser Diskussionen gern gebracht wird.
Menschen sind keine Hunde, also kann man die Methoden der ritualisierten Aggression der Hunde untereinander nicht anwenden. Nun zum Teil stimmt das, da wir nicht alle aufgrund unserer Anatomie nicht reproduzieren können.
Doch stellen wir einmal die Sichtweise auf einen anderen Betrachtungspunkt und stellen vorn an die Frage, ob körpersprachliche Arbeit, also z.B. das Blockieren eines Hundes überhaupt verstanden werden kann. In einer sehr schönen Studie (C. Savalli et al. 2016) wurde die Hund Mensch Kommunikation anhand des Blickverhaltens untersucht, mit Hilfe des Eye Tracking Verfahrens. Das Ergebnis dieser Studie war, dass der Blickkontakt zwischen Hund und Mensch ein sehr zuverlässiges Indiz für eine Kommunikation ist. Weiter zeigte sich aber auch: Zitat: „ … Die Ergebnisse lieferten Hinweise darauf, dass sich Haushunde nicht auf Einzelheiten der visuellen Aufmerksamkeitsrichtung ihres Besitzers verließen. Stattdessen verließen sie sich auf die gesamte Kombination visueller Hinweise…“
Das heißt also aus Sicht des Hundes ist das vollständige körpersprachliche Ausdrucksverhalten von uns Menschen unabdingbar für eine verständliche Kommunikation. Andere Studien zeigen klare Hinweise darauf, dass Hunde in der Lage sind, unsere Mimik zu unterscheiden. Wenn also behauptet wird, dass ein Blockieren Gewalt gegenüber dem Hund ist, dann ist es ein wütendes Gesicht auch. Wenn wir also solchen Narrativen folgen, dann wird ein Leben mit Hunden bald bedeuten, dass wir alle Sturmhauben tragen müssen, um ihn nicht zu verängstigen. Denn die Wissenschaft hat es herausgefunden. Aus Sicht des Hundes ist es jedoch der völlige Entzug der kommunikativen Möglichkeiten, welche sich seit ca. 30000 Jahren herausgebildet haben.
Nun ist denn jedes aggressive Verhalten Hunden gegenüber überhaupt „Gewalt“?
Nein!!!
Der Begriff Gewalt hat lediglich in der Humanpsychologie und Soziologie einen korrekten Anwendungsbereich. In der Verhaltensbiologie weder im inter- noch im intraspezifischen Kontext ist er bei Tieren definiert. Das heißt, dass dieses Wort mit keinem Buchstaben das Verständnis unserer Hunde auf unser Verhalten widerspiegelt. Der Begriff „Gewalt“ bietet also lediglich eine menschlich moralische Interpretationsmöglichkeit für das zu beschreibende Verhalten und die vom „Opfer“ empfundenen Leiden. Um hier ein klares Verständnis aus Sicht des Hundes zu beleuchten, bedarf es eines genauen Blickes auf das innerartliche Aggressionsverhalten. Das erklärt uns eindeutig, wie Aggression verwendet, erlernt, etabliert, reduziert und ritualisiert wird. Es erklärt ebenfalls, wie darauf geantwortet wird. Denn auch die Antworten werden im Zuge der Ritualisation immer reduzierter gezeigt. Aber eins ist ganz klar zu definieren. Das Aggressionsverhalten unserer Hunde ist obligatorisch und muss erlernt werden. Das sollte jeder der mit Hunden zu tun hat, akzeptieren. Denn das ist seit mehreren Jahrzehnten unwiderlegte Erkenntnis der Verhaltensbiologie.
Und hier sind wir bei den Grenzen der aversiven Methoden bereits bei der Wurzel des Übels angekommen. Die Unkenntnis der vollständigen Lerntheoretischen Hintergründe, das sinnlose Steigern der Mittel, weil man keinen Erfolg hat, die mangelhafte Kenntnis über die korrekten Antworten des Hundes und vor allem, und das gilt für BEIDE Lager dieses Glaubenskrieges, die vollständige Kenntnis des Ausdrucksverhalten der Hunde.
Doch das bringt mich gleich zu einem weiteren Argument des positiven Lagers und der mangelnden ethologischen Betrachtung.
Der schuldbewusste Blick des Hundes z.B., wenn man nach Hause kommt und ein Chaos vorfindet. Hier wird gern behauptet, dass dieser Blick oder gezeigtes Meideverhalten Angst vor Bestrafung sei. Diese Argumentationskette und alle in diese Richtung zielenden Äußerungen sind schlicht weg falsch. Der Blick auf den verwiesen wird ist gekennzeichnet durch das Hochziehen der inneren Augenbrauen. Der AU101 im DogFacs. Diese mimische Expression wurde von Waller et al. untersucht und darauf verwiesen, dass dieser Ausdruck den Pädomorphismus, also das Kindchen Schema des Menschen triggert und somit zur Domestikation beigetragen hat. Bremhorst et al. haben 2019 diesem Ausdruck einen funktionalen Zusammenhang mit der Blickrichtung des Hundes zuordnen können und somit Waller et al. These ins Wanken gebracht.
Meine eigenen Forschungen, welche ich inzwischen mit A. Bremhorst bearbeite und zur Veröffentlichung vorbereite, werden weitere ziemlich spannenden Einordnungen der Mimik erlauben.
Dieser, also bereits wissenschaftlich untersuchte Ausdruck wird nun zusammen mit Meideverhalten zu einer Angst vor Strafe deklariert. Das ist falsch! Klare Aussage von D. Feddersen Petersen (2021): „Submissives Verhalten, auch die passive Unterwerfung mit eingeschlossen, ist nicht per se mit Angst gleichzusetzen.“ Dieses Wissen existiert bereits seit den 1960igern in der Fachlektüre und ist seitdem für jeden verfügbar.
Submission und/oder Meideverhalten ist in den meisten Fällen eine gezeigte „erwartete Antwort“ auf ein gesendetes oder vermeintlich wahrgenommenes Signal. Dies bestätigte auch unsere Forschung im Rahmen des Dogwatcher – Haushundeforschung Projekts. Die entsprechenden Statistiken werden also auch bald frei zugängig sein. Wir bearbeiten nur noch die ca. 62 Videos. Wer also, bereits zu Teil seit über einem halben Jahrundert zugängiges Wissen, verschweigt und diese Zusammenhänge herstellt, handelt entweder aufgrund mangelnder ethologischer Kenntnisse so, oder er manipuliert das menschlich moralische Verständnis ganz bewusst zu seinen Gunsten.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Doch sei mir bitte noch ein Blick auf ein Beispiel der positiven Arbeit gestattet.
Die Basis dieser Arbeit fußt auf behavioristisch geprägten Laboruntersuchungen von Skinner. Dazu kommt ebenfalls die Erkenntnis von Pawlow. Das kennt sicher Jeder. Lampe + Futter = sabbernder Hund. Irgendwann bleibt das Futter weg und der Hund sabbert trotzdem, wenn die Lampe angeht. Nun findet sich im oben angeführten Post die Aussage, dass Schreck Gewalt sei. Doch was ist Schreck denn? Schreck ist die Reaktion eines Organismus auf einen „anfänglich“ neutralen überraschend auftretenden Reiz. Ein schlaues System gerade beim Lernen vom Erkennen einer Gefahrensituation. Hierbei wird ein Hormoncocktail aus Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Also Stress, was bei kurzfristiger Aktivierung, das Lernen ganz deutlich fördert. Doch nun sei die Frage erlaubt, was denn ein Clicker ist. Ein plötzlich auftretendes Knack Geräusch, welches ganz der neurobiologischen Grundlagen über die Amygdala als Schreck verarbeitet wird. Das Entstehen dieses Schrecks entzieht sich, aufgrund ihrer sehr kurzen neuronalen Verschaltung jeglicher kognitiven Beeinflussung. Dabei werden neue neuronale Verknüpfungen hergestellt. Also eine bewusste Veränderung der Gehirnstruktur. Und das bei einem sehr beliebten Trainingshilfsmittel der positiv arbeitenden Trainer.
Ein Beispiel soll erklären, worauf ich hinaus möchte und warum ich „anfänglich neutral“ schrieb.
Man stelle sich vor, ein kleiner Schelm klickt jedes Mal, wenn Sie ein stilles Örtchen aufsuchen und den erlösenden Moment der Erleichterung spüren. Ihnen geschieht nichts weiter. Keine Schläge, keine Gewalt usw. nur ein „Klick“. Treibt man dieses Spiel lange genug, so wird niemand eine Veränderung bemerken. Ihr Verhalten im Alltag verändert sich nicht, ihr Aussehen bleibt gleich, sie gehen sogar völlig unbehelligt zur Toilette. Und das Klicken kommt auch nur auf einen für sie erleichternden, also positiven Moment.
Und jetzt steigen Sie bitte gedanklich in die volle Straßenbahn. Die Türen schließen sich und hinter ihnen sitzen zwei Kinder mit einem Knackfrosch und haben ihren Spaß. Sie haben keine Chance der Reaktion ihres Körpers entgegenzuwirken, wenn das Training gut durchgeführt wurde. Wenn jemand dieses Spiel aus Unkenntnis oder Absicht noch weitertreibt, verbringen sie den Rest ihres Lebens nur noch im Umkreis von 5m zu einer Toilette. Vorbei mit dem eigenständig freien Leben. Wer dieses Beispiel nicht glaubt, der belese sich einmal mit der Geschichte dieser Experimente. Sie werden auf ein Mädchen stoßen, bei dem man zwei Eisenstangen laut aufeinandergeschlagen hat, wenn sie ihr Stofftier angefasst hat. Sie konnte zeitlebens kein normales Leben mehr führen. Gedanklich könnte man zu dem Schluss kommen, dass Schreck nun doch Gewalt sei. Nein ist er nicht, aber er kann und das gilt nicht nur für die negativ verknüpfte Emotion, sondern auch für die positive. Der Ursprung dieser Trainingsmethode kommt aus der Arbeit mit Walen, so mein Kenntnisstand, aber ich mag mich irren, was letztlich nicht relevant für das Thema wäre. Und jetzt sehen sie sich die völlig unnatürlichen Kunststücke an, die gezeigt werden. Doch manchmal haben einige Exemplare dann auch mal die Nase voll und töten ihren Trainer. Denn was die Gier nach Anerkennung, Bestätigung und Belohnung anrichten kann, wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird, oder zur Sucht wird, brauche ich wohl nicht weiter ausführen. Frustration ist kein guter Begleiter.
Ich habe in all meinen Jahren noch nie einen positiv arbeitenden Trainer gehört, der sich hingestellt hat und wie einen Warnhinweis auf der Zigarettenschachtel propagiert hat:
„Klickertraining ist Gehirnchirurgie“. Allerdings habe ich genau diesen Satz von Robert Mehl, der sicher vielen Menschen in der Szene bekannt ist und über dessen neurobiologisches Wissen kein Zweifel besteht. Und dann fragen wir uns doch einmal, warum im Umgang mit Löwen im Zirkus, oder mit Elefanten nicht geklickert wird. Nun diese Menschen kennen die Grenzen dieser Trainingsmethode. Was längst nicht den Umgang auf aversive Art rechtfertigt. Und genau dasselbe finden wir im Hundebereich. Fehler aufgrund mangelnden Wissens mit katastrophalen Folgen für Hund und Halter.
Ich könnte jetzt unzählige Situationen aus dem Alltag anführen und zeigen, wo und wie beide Ansätze Vor- und Nachteile haben. Es gibt nicht „die Methode“ und das wussten schon viele Experten vor uns. Ich möchte an beide Seiten appellieren:
„Hört auf mit dem Mist!“ Setzt euch wieder auf den A***h und lernt. Vergleicht den körperlich misshandelten mit dem, der nicht mehr gegen einen konditionierten Reiz ankommt. Der süchtig nach Anerkennung, Belohnung und Zuwendung ist. Beide Hunde werden begreifen, dass aggressives Verhalten sie noch schneller zum gewünschten Erfolg führen kann.
An die positiven Anhänger. Bitte führt euch vor Augen, dass die konsequenteste aversive Methode bei jedem Lebewesen in der liebevollsten Beziehung zu finden ist und nicht die dramatischen Folgen hat, die ihr ständig propagiert. Nämlich die Reaktion, wenn Kinder ihren Müttern beim Stillen weh tun. Erst mit stoischer Ruhe immer wieder die Hand wegnehmen, oder das Stillen kurz unterbrechen. Später mit einem Aua und einem verärgerten Blick, noch später mit einem festen Griff und einem deutlichen „Hör auf“. Das ist aversiv vom Feinsten und in der perfekten lerntheoretischen Abfolge. Bei Feddersen Petersen kann man das gut nachlesen. Die Signalwerdung einer Funktionshandlung.
An die aversive Front. Bitte stempelt nicht jeden Anhänger des positiven als „Weichei“ ab, der sich bloß ich traut mal die Konsequenzen eines „Nein“ zu verdeutlichen.
Denn letztlich, mal abgesehen von sehr plakativen, negativen Beispielen auf beiden Seiten der Lager, haben wir doch alle eine Verpflichtung. Nämlich mit Sachverstand, Empathie und Wohlwollen Menschen mit ihren Hunden zu helfen.
Wählt bitte weise, ob ihr Gläubige einer Religion sein wollt, oder ob ihr Heiler sein wollt, der offen ist für jede Möglichkeit. Nebenwirkungen haben alle. Nur die perfekte Dosierung, die genaue Kenntnis von Wirkweise und Darreichungsform können langfristig funktionieren. Seid kritisch, aber respektvoll. Traut eurem Gegenüber mehr zu, anstatt ihn rhetorisch degradieren und demütigen zu wollen. Einigt euch auf eine „verhaltensbiologisch- korrekte“ Kommunikation, anstatt menschliche Moralvorstellungen zu füttern. Hört auf mit wissenschaftlichen Methoden der NLP dem anderen ein X für ein U vorzumachen. Einzig und allein die Perspektive des Hundes auf eine gezeigte Körpersprache oder Trainingsmethode zeigt, ob ihr richtig liegt. Und da hapert es am meisten. Die täglichen Posts in den sozialen Medien machen es deutlich. Da ist so viel Defizit gerade im Bereich der Anamnese. Jemand der euch „seine Methode“ verkaufen will, ist kein Gott. Ihm fehlt nur das Gegenstück der anderen Arbeit. Geht nicht zu denen, die erklären ihr müsst nur doller draufhauen, aber auch nicht zu denen, die euch erklären, ihr müsst aufs Land ziehen, da man euren Hund in der Stadt mit so vielen Reizen nicht trainieren kann. Hört auf zu glauben, wenn man euch sagt, das Training wird Jahre dauern. So viel Lebenszeit haben Hunde nicht. Also macht sie ihnen so schnell wie möglich so schön wie möglich und bitte aus Sicht des Hundes verständlich und nicht nach menschlichen Moralvorstellungen. Die hat ein Hund nämlich nicht.
Und zum Abschluss noch etwas aus meiner Arbeit. Ich habe mich seit einigen Jahren auf die Körperpsychotherapie bei Hunden spezialisiert. Wer mich dabei schon beobachtet hat, weiß wie einfühlsam und sanft und wie unwahrscheinlich präzise auf die körperlichen Reaktionen des Hundes, diese Arbeit ist. Niemand würde mir Tierquälerei oder Gewalt vorwerfen. Rein wissenschaftlich ist es aber bei der Arbeit mit Hunden eine aversive Methode. Ich kann dem Hund nicht erklären, was ich tue. Ich arbeite situativ gegen die Gegenwehr des Hundes und es ist ein wundervoller Türöffner bei der Arbeit mit ängstlichen Hunden. Denn er schenkt Vertrauen, Emotionen können überwunden werden und die Welt aus einem neuen Blickwinkel entdeckt. Zwang vorgetragen als vorsichtige Einladung aus dem Gefängnis herauszutreten.
Wo ist also Anfang, wo Ende von Glaubensgrundsätzen?
Erst wenn ihr in der Lage seid, aus jeder Trainingsmethode auszuwählen und angepasst auf Hund und Halter, die beste Methode zu verwenden, egal ob positiv oder aversiv, nur mit dem Blickwinkel auf die Verständlichkeit für den Hund und dem Rahmen eines respektvollen und tierschutzkonformen Handels. Nur dann hat jemand in meinen Augen das Recht den anderen zu beurteilen.
Darf gern geteilt werden!

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