22/11/2025
Warum eine ausgewogene Fütterung heute wichtiger ist als früher📌
Viele Pferdebesitzer gehen immer noch davon aus, dass gutes Heu automatisch eine ausreichende Grundversorgung bedeutet. Das war vor Jahren vielleicht noch näher an der Realität. Heute hat sich das deutlich verändert.
Klimabedingte Schwankungen, überständige Pflanzen, spätere Schnitte, ausgelaugte Böden und ein völlig anderes Ernte,- und Lagerungsverhalten sorgen dafür, dass Heu längst nicht mehr die Nährstoffdichte hat, die Pferde brauchen. Eiweiß, Mineralstoffe, Spurenelemente vieles ist unvorhersehbar schwankend. Und genau dort beginnt die Unsicherheit.
Gleichzeitig werden Zusatzfutter häufig „auf gut Glück“ gegeben: Magnesium hier, ein Mineralfutter da, etwas Öl, ein Kräutermix oder ein Produkt, das beim Stallnachbarn gut funktioniert hat. Gut gemeint, aber orthomolekular betrachtet kann genau das für ein Pferd zum Problem werden.
Ein Übermaß an bestimmten Nährstoffen blockiert andere. Ungünstige Mineralstoffverhältnisse wirken sich direkt auf Muskulatur, Nerven, Stoffwechselachsen und Darmgesundheit aus. Zu wenig Eiweiß oder ein falsches Aminosäurenprofil belasten die Regeneration. Und zu viele Zusätze gleichzeitig können den Organismus eher ausbremsen als unterstützen.
Das alles passiert oft leise im Hintergrund, bis das Pferd irgendwann deutlich zeigt, dass etwas nicht stimmt. Verspannungen, Leistungsschwächen, Stressanfälligkeit, Verdauungsprobleme, Haut oder Atemwegsthemen: Vieles davon hat seinen Ursprung in einer nicht optimal abgestimmten Fütterung.
Eine gezielte Futterberechnung ist deshalb kein Luxus. Sie ist die Grundlage dafür, das Pferd nicht zu über- oder unterversorgen. Sie verbindet die Heuanalyse, das individuelle Pferdeprofil und die tatsächlichen Bedürfnisse miteinander und zeigt klar, welche Bausteine fehlen und welche besser reduziert werden sollten.
Orthomolekular bedeutet nicht „viel hilft viel“.
Es bedeutet: das Richtige, im richtigen Verhältnis, zur richtigen Zeit.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, einmal genauer hinzuschauen.
Was bekommt dein Pferd tatsächlich? Was braucht es wirklich? Und wo besteht vielleicht eine Lücke, die man gar nicht bemerkt hat?
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