Freunde und Förderer der Wilhelma

Freunde und Förderer der Wilhelma Verein zur Förderung des zoologisch-botanischen Gartens Wilhelma Stuttgart

Gegründet: 21.09.1956 Und dabei immer das Wohl der Tiere im Blick!
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Der gemeinnützige Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma e.V. setzt sich seit 1956 dafür ein, die Einzigartigkeit der Wilhelma zu erhalten und stetig weiterzuentwickeln. Mit über 32.000 Mitgliedern sind wir der größte Förderverein eines Zoos in Europa.

Buchungsstart für Sommerferienprogramm im Zoologisch-Botanischen Garten StuttgartFerien voller Entdeckungen in der Wilhe...
15/06/2026

Buchungsstart für Sommerferienprogramm im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart

Ferien voller Entdeckungen in der Wilhelma

Auch in den Sommerferien 2026 lädt die Wilhelma Kinder im Grundschulalter wieder zu spannenden Entdeckungsreisen in die Tier- und Pflanzenwelt ein. Das Team der Wilhelmaschule hat drei abwechslungsreiche Ferienprogramme vorbereitet, bei denen Naturwissen, Kreativität und unmittelbare Tierbeobachtungen im Mittelpunkt stehen. Ab sofort sind alle drei Programme buchbar.

Unter dem Titel „Fell und Federn“ gehen Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren am 4. und 11. August 2026 jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr auf Spurensuche durch die Wilhelma. Gemeinsam erkunden sie verschiedene Tiergruppen und erfahren, welche Aufgaben Fell, Federn oder Schuppen erfüllen. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalten dabei ein eigenes Sammelalbum mit unterschiedlichen Naturmaterialien und lernen ganz nebenbei, was die was die Hautbedeckung der Tiere über ihre Verwandtschaft verrät. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro pro Kind.

Wer die Tier- und Pflanzenwelt Australiens kennenlernen möchte, ist beim Ferienprogramm „Down Under“ richtig. Am 13. und 20. August 2026 reisen Kinder zwischen acht und zehn Jahren von 10.00 bis 15.00 Uhr ans andere Ende der Welt. Neben prominenten Vertretern der australischen Fauna wie Kängurus und Koalas lernen sie auch weniger bekannte Arten kennen. Gemeinsam wird Beschäftigungsmaterial für die Beuteltiere gestaltet, der Nachttierbereich der Terra Australis erkundet und allerlei Wissenswertes über Australiens einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vermittelt. Außerdem wartet die Herausforderung, die als besonders hart geltende Macadamia-Nuss zu knacken. Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Kind.

Am 18. und 25. August 2026 steht schließlich ein „Tag am Meer“ auf dem Programm. Kinder von sieben bis zehn Jahren tauchen von 10.00 bis 15.30 Uhr gedanklich in die faszinierende Unterwasserwelt ein. Sie lernen tropische Fischarten kennen, werfen einen Blick hinter die Kulissen des Aquariums und erfahren, welche Folgen Plastikmüll für Meereslebewesen haben kann. In der Wilhelmaschule gestalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem maritime Dekorationen zum Mitnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 55 Euro pro Kind.

Für alle Angebote gilt: Der Eintritt in die Wilhelma ist bereits in der Kursgebühr enthalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden ausschließlich telefonisch unter der Nummer 0711-5402-136 entgegengenommen.

Ende Mai 2026 erhielt die Wilhelma Besuch von Sergeant Colett Ngobeni, einer Vertreterin der Black Mambas aus Südafrika....
12/06/2026

Ende Mai 2026 erhielt die Wilhelma Besuch von Sergeant Colett Ngobeni, einer Vertreterin der Black Mambas aus Südafrika. Die ausschließlich aus weiblichen Mitgliedern bestehende Rangergruppe kümmert sich im Olifants West Nature Reserve um den Schutz von Nashörnern und zahlreichen anderen durch Wilderei bedrohten Tierarten. Vor 13 Jahren wurde dieses Projekt, in dem mittlerweile 36 Frauen mitarbeiten, ins Leben gerufen. Das besondere dabei: Es handelt sich um ein Team von Rangern, das ganz ohne Waffen auskommt. Ngobeni erklärt: „Wir sind die Augen und Ohren des Schutzgebiets. Alleine unsere ständige Präsenz hat dazu geführt, dass die Wilderei in Olifants West deutlich abgenommen hat. Wir wollen das Beste für Mensch und Tier. Darum tragen wir keine Waffen – wir möchten niemanden zu Witwen und Waisen machen.“

Das 9.000 Hektar große Projektgebiet liegt am Westrand des Greater Kruger National Parks, zu dem nicht nur der staatlich Krüger Nationalpark, sondern auch weitere angrenzende Schutzgebiete gehören. Innerhalb dieser insgesamt über 25.000 km² großen Fläche bewegen sich die Wildtiere vollkommen frei. Die Außengrenzen werden teilweise durch Zäune abgesichert, so auch im Gebiet von Olifants West, das an eine wichtige Hauptstraße grenzt. Die Rangerinnen der Black Mambas sind jeden Tag rund 20 km zu Fuß unterwegs, um sicherzustellen, dass der Grenzzaun intakt ist. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt besteht darin, von Wilderern angelegte Verstecke im Busch aufzuspüren und polizeilich zu melden sowie gelegte Drahtschlingen sicherzustellen. Außerdem wird jeden Tag ganz genau beobachtet, wo sich die durch Wilderei besonders bedrohten Breitmaul- und Spitzmaulnashörner aufhalten. Ein weiterer Fokus liegt in Umweltbildungsmaßnahmen in den umliegenden Gemeinden. Über das „Bush Babies Environmental Program“ werden Schulkinder, unter anderem mit mehrtägigen Camps im Busch, dafür sensibilisiert, wie unschätzbar wertvoll der Erhalt von Tieren, Pflanzen und ihrer Lebensräume ist. Im Rahmen des Programms „Bush Grannies“ werden zudem für Großmütter, die Begegnungen mit Wildtieren oft nur noch aus ihrer Kindheit kennen, Ausfahrten ins Schutzgebiet organisiert.

Bei einer Infoveranstaltung in der Wilhelmaschule am 26. Mai 2026 erläuterte Ngobeni den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoologisch-Botanischen Gartens sowie ehrenamtlichen Wilhelmabegleitern aus dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma die Herausforderungen und Erfolge der Black Mambas beim Schutz von Wildtieren vor Ort in Südafrika. Außerdem dankte sie den Anwesenden für die schon seit Jahren andauernde Unterstützung: Seit 2022 ist die Wilhelma Teil der „Black Mamba Alliance“, in der auch andere Zoos Mitglied sind, und hat seitdem rund 60.000 € in das Projekt investiert. Mittlerweile wurde der jährliche Beitrag durch den Förderverein auf 20.000 € aufgestockt. Außerdem nahmen im vergangenen Jahr 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wilhelma an der so genannten Wildlife Ranger Challenge teil und absolvierten dafür in der Wilhelmaschule binnen zwei Stunden 2.800 Liegestützen. Über Sponsoren wurden durch diese Muskelkraft mehr als 10.000 € gesammelt, die als zusätzliche Spende an die Black Mambas gingen.

Im Rahmen ihres Deutschlandaufenthalts besuchte Collett Ngobeni außerdem mit Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle Artenschutz in der Wilhelma, das EAZA Conservation Forum, das vom 19. bis 22. Mai im Opel-Zoo in Kronberg stattfand. Ngobeni gelang es, im Rahmen eines spannenden Vortrags, Vertreterinnen und Vertreter von zahlreichen europäischen Zoos über den Artenschutz vor Ort in Südafrika zu informieren und für die Arbeit der Black Mambas zu begeistern – schließlich ist die Rangergruppe weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern für die „Black Mamba Alliance“, um ihre unersetzliche Arbeit vor Ort auch in Zukunft zu gewährleisten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wilde Wochenenden“ widmet sich die Wilhelmaschule am Sonntag, 14. Juni 2026, den trop...
11/06/2026

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wilde Wochenenden“ widmet sich die Wilhelmaschule am Sonntag, 14. Juni 2026, den tropischen Nutzpflanzen. Viele dieser Pflanzen begleiten uns täglich, ohne dass wir uns näher mit ihrer Herkunft beschäftigen. Ob Ananas, Banane oder Kokosnuss – ihre Früchte bereichern Frühstückstische und Küchen weltweit. Darüber hinaus liefern tropische Pflanzen Rohstoffe für Gewürze, Getränke und sogar Textilien. Wie wird aus Kakaofrüchten Schokolade hergestellt? Und weshalb wächst die Ananas nicht an einem Baum, sondern bodennah?

An verschiedenen Mitmach- und Informationsstationen vermittelt das Team der Wilhelmaschule Wissenswertes über Herkunft, Anbau und Verarbeitung bedeutender tropischer Kulturpflanzen. Dabei werden auch globale Handelswege und die Auswirkungen der weltweiten Vernetzung thematisiert. Besucherinnen und Besucher erhalten zudem Einblicke in ökologische Fragestellungen, etwa die Folgen des Anbaus von Palm- und Kokospalmen für Mensch und Natur. Gegen einen Kostenbeitrag von 3 Euro können Fairtrade-Baumwolltaschen individuell bedruckt werden.

Ein Besuch in der Wilhelmaschule lässt sich ideal mit einer Entdeckungstour durch die Gewächshäuser und Gartenanlagen des Zoologisch-Botanischen Gartens verbinden. Im Maurischen Landhaus wachsen unter anderem Bananenpflanzen, Ananas, Mango, Kaffee und Kakao heran. Weitere tropische Nutzpflanzen sind in den gerade erst frisch bepflanzten Freilandbeeten hinter dem Gebäude zu finden.

Der Thementag „Tropische Nutzpflanzen“ findet am 14. Juni 2026 von 11 bis 17 Uhr in der Wilhelmaschule statt. Die Teilnahme ist im regulären Eintrittspreis der Wilhelma enthalten; zusätzliche Kosten entstehen nicht.

In der Wilhelma hat es Nachwuchs bei den Markhoren gegeben: Ende Mai und Anfang Juni kamen drei Jungtiere der seltenen W...
10/06/2026

In der Wilhelma hat es Nachwuchs bei den Markhoren gegeben: Ende Mai und Anfang Juni kamen drei Jungtiere der seltenen Wildziegenart zur Welt – darunter ein Weibchen und zwei kleine Böcke.

Markhore stammen aus den felsigen Gebirgsregionen Zentral- und Südasiens. Dort besiedeln sie steile Hänge und zerklüftete Felslandschaften in Höhen von mehreren tausend Metern. Schon wenige Tage nach der Geburt folgen die Jungtiere ihren Müttern über anspruchsvolles Gelände. Die ausgeprägte Kletterfähigkeit schützt die Tiere vor vielen Fressfeinden und gehört zu den bemerkenswertesten Anpassungen dieser Wildziegenart.

„In den ersten Lebenswochen gibt es für die neugierigen Markhor-Jungtiere so viel zu entdecken. Besucherinnen und Besucher können derzeit sehr schön beobachten, wie sie ihre Umgebung erkunden, miteinander spielen und dabei ihre bereits jetzt erstaunliche Trittsicherheit trainieren“, erklärt die zuständige Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher.

Unverwechselbar sind vor allem die ausgewachsenen Männchen mit ihren schraubenförmig gedrehten Hörnern, die über einen Meter lang werden können. Ihnen verdankt die Art ihren deutschen Namen „Schraubenziege“. Während die Böcke außerhalb der Paarungszeit häufig allein oder in lockeren Junggesellengruppen leben, bilden Weibchen mit ihrem Nachwuchs stabile Herdenverbände.

Die Wilhelma beteiligt sich an einem Europäischen Ex-situ-Programm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA). Innerhalb dieses Netzwerks werden die Bestände in europäischen Zoos koordiniert, um langfristig genetisch vielfältige und gesunde Populationen zu erhalten. Empfehlungen zu Zucht und Tiertransfers helfen dabei, die Zukunft der Art in menschlicher Obhut nachhaltig zu sichern.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Jede erfolgreiche Geburt ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer Art, die in europäischen Zoos nur selten zu sehen ist. Die internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Ex-situ-Programms zeigt, wie moderne Zoos Verantwortung für bedrohte Tierarten übernehmen.“

Trotz ermutigender Entwicklungen in einigen Herkunftsländern gilt der Markhor weltweit weiterhin als potenziell gefährdet. Nachdem die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten durch Wilderei, Lebensraumverlust und Konkurrenz mit Weidevieh stark zurückgegangen waren, konnten verschiedene Schutzmaßnahmen vielerorts eine Erholung bewirken. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Art derzeit als „Near Threatened“ („potenziell gefährdet“). Die Bestände sind jedoch weiterhin auf zahlreiche voneinander getrennte Teilpopulationen verteilt, was die Art langfristig verwundbar macht.

Ende Mai gab es in der Wilhelma einen tierischen Neuzugang im Doppelpack: Die Geparde Sam und Frodo sind im Zoologisch-B...
04/06/2026

Ende Mai gab es in der Wilhelma einen tierischen Neuzugang im Doppelpack: Die Geparde Sam und Frodo sind im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart eingetroffen. Bei den fast zwei Jahre alten Brüdern handelt es sich um Nachzuchten aus dem Allwetterzoo Münster.

Die Wilhelma hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Zuchterfolge bei den Geparden erzielt: 2022 brachte das Weibchen Niara Fünflinge und 2025 sogar Sechslinge zur Welt. Die Jungtiere aus dem ersten Wurf leben mittlerweile im Zoo Basel und im Longleat Safari Park in Großbritannien. Der Nachwuchs von 2025 ist noch bei seiner Mutter. Zawadi, der Vater aller Jungtiere, und sein Bruder Haraka lebten von 2019 bis 2025 in Stuttgart, wurden dann aber an den Zoo im norwegischen Kristiansand gegeben. An ihrer Stelle bringen jetzt die beiden Gepardenbrüder aus Münster frisches Blut in die Wilhelma.

Dort sind für die Männchen und das Weibchen der gepunkteten Katzen zwei unterschiedliche Anlagen vorhanden. Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma, erklärt: „In der Natur treffen bei den Geparden Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammen. Dann gehen sie getrennte Wege. Die Jungtiere bleiben bis zu 1,5 Jahre bei ihrer Mutter, die ihnen in der Zwischenzeit alle Fähigkeiten für das Überleben in der Savanne beibringt. Die Reviere der Weibchen überschneiden sich oft mit denen unterschiedlicher Männchen oder Männergruppen. Sobald ein Weibchen nach der Entwöhnung ihrer Jungtiere wieder empfängnisbereit wird, werden daher die Karten bei der Partnerwahl wieder ganz neu gemischt. “

Sowohl für die Bestände von Wildtieren in ihren natürlichen Lebensräumen als auch für ihre Reservepopulation in menschlicher Obhut ist die genetische Vielfalt überlebenswichtig. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erläutert: „Im Rahmen der Ex Situ-Programme des europäischen Zooverbands EAZA wird genau ermittelt, welche Geparde in Europas Zoos für die Zucht zueinander passen, um möglichst viel genetische Variabilität zu erhalten.“ Was im Grundsatz für alle Tierarten gilt, gilt für Geparden ganz besonders: Man geht davon aus, dass ihr Weltbestand infolge der letzten Eiszeit so stark schrumpfte, dass alle heute lebenden Individuen von sehr wenigen Vorfahren abstammen.

Die Wilhelma beteiligt sich nicht nur am Europäischen Ex Situ-Programm (EEP) für Geparde, sondern engagiert sich auch für den Schutz der bedrohten Art im südlichen Afrika: Seit 2021 spendet der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma jedes Jahr rund 25.000 € an den Cheetah Conservation Fund in Namibia. Insgesamt kamen auf diese Weise schon 156.000 € zusammen. Diese wurden für die Ausbildung von Herdenschutzhunden in Namibia eingesetzt. Hintergrund ist, dass zuvor regelmäßig Geparde von Farmern aus Sorge um ihr Vieh getötet wurden. Dank der Herdenschutzhunde, die alleine durch ihre Präsenz in der Lage sind, Geparde von Nutztieren fernzuhalten, wurde ein großer Beitrag geleistet, um eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Geparden zu ermöglichen.

In der Wilhelma hat ein männlicher Brillenbär ein neues Zuhause gefunden: Ende Mai 2026 ist der 18 Jahre alte José aus d...
02/06/2026

In der Wilhelma hat ein männlicher Brillenbär ein neues Zuhause gefunden: Ende Mai 2026 ist der 18 Jahre alte José aus dem ungarischen Sóstó Zoo im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart eingezogen. Nach einigen Tagen Eingewöhnung hat er mittlerweile begonnen, seine Anlage zu erkunden. Von dort nimmt er bereits Blick- und Geruchskontakt zu seiner achtjährigen Artgenossin Suyana auf. Noch halten sich beide Tiere in separaten Bereichen auf – aber das könnte sich bald ändern. Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma, erklärt: „Unser Ziel ist es, mit dem Brillenbär-Männchen José und unserem Weibchen Suyana einen Beitrag zur Nachzucht dieser gefährdeten Art zu erzielen. In der Natur kommen beide Geschlechter in der Regel nur zur Paarung zusammen und leben den Rest des Jahres einzelgängerisch. Da unsere Anlage aus drei separaten Bereichen besteht, die bei Bedarf miteinander verbunden werden können, bieten wir dafür beste Voraussetzungen. Zunächst lassen wir José aber ausreichend Zeit, seine Anlage in Ruhe kennenzulernen und sich einzugewöhnen.“

Im Frühjahr 2025 gab es zuletzt einen Zuchtversuch bei den Brillenbären in der Wilhelma: Damals war das Männchen Hubärt aus der österreichischen Tierwelt Herberstein für rund zwei Monate zu Besuch im Zoologisch-Botanischen Garten. Die Zusammenführung mit Suyana erschien zunächst vielversprechend. Mehrfach kam es zu Paarungen, die leider dennoch nicht zum gewünschten Erfolg führten. Umso größer ist die Hoffnung, dass die Nachzucht mit José, der dauerhaft in der Wilhelma bleiben soll, besser klappen wird.

Bei Brillenbären handelt es sich um die einzige Bärenart Südamerikas. Ihren Lebensraum bilden sowohl Bergwälder als auch Trockenlandschaften in und entlang der Anden und ihrer Ausläufer, von Venezuela bis nach Bolivien. Aufgrund ihres Verbreitungsgebietes nennt man sie auch „Andenbären“. Der Namen „Brillenbär“ nimmt Bezug auf die markante, helle Gesichtszeichnung, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin macht deutlich, warum sich Zoos für die Zucht von Brillenbären einsetzen: „Aufgrund von Habitatverlust, vor allem bedingt durch fortschreitende landwirtschaftliche und bergbauliche Inanspruchnahme seiner Lebensräume, aber auch durch illegale Nachstellung, gilt der Brillenbär laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdete Art. Umso wichtiger ist der Erhalt einer Reservepopulation in menschlicher Obhut, was durch ein Ex Situ-Programm des Europäischen Zooverband EAZA gewährleistet wird, an dem auch die Wilhelma teilnimmt.“ In Ecuador leiste die Wilhelma außerdem einen direkten Beitrag für den Schutz der natürlichen Lebensräume, nicht nur des Brillenbären, sondern unzähliger weiterer Tier- und Pflanzenarten: Seit 2020 hat der Zoologisch-Botanische Garten mit Hilfe des von den Besucherinnen und Besuchern über den Wilhelma-Eintritt entrichteten Artenschutz-Euro sowie mit Mitteln des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma über 700.000 € in den Erwerb von Landflächen in Ecuador investiert. Auf diese Weise konnte der dortige Kooperationspartner, die NGO Jocotoco, dabei unterstützt werden, Regenwälder zu schützen, ehemals gerodete Flächen wieder aufzuforsten und Biotope miteinander zu vernetzen.

Aufmerksame Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma mögen es bereits bemerkt haben: Seit dem 19. Mai 2026 steht bei den...
27/05/2026

Aufmerksame Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma mögen es bereits bemerkt haben: Seit dem 19. Mai 2026 steht bei den Hausyaks im Asiatischen Dorf ein neues Tier auf der Weide. Im Gegensatz zu seinen dunkelbraun gefärbten Artgenossen fällt es neben seiner geringeren Größe und den noch eher zierlichen Hörnern vor allem durch den breiten weißen Streifen auf, der sich von der Stirn über den Rücken, den buschigen Schwanz bis zu den Hinterbeinen zieht. Kuratorin Kerstin Ludmann erklärt: „Bei unserem Neuzugang handelt es sich um eine einjährige Yak-Kuh, die wir aus dem Thüringer Zoopark Erfurt erhalten haben. Nachdem das Tier zunächst vorschriftsmäßig in Quarantäne war, durfte es nun erstmals auf seine neue Anlage. Noch ist es etwas zurückhaltend gegenüber seinen Artgenossen, wird sich aber sicher schnell in die Gruppe einleben.“

Das Hausyak ist ein in den Gebirgsregionen Zentralasiens sehr verbreitetes Nutztier, besonders in Teilen Chinas und der Mongolei. Sein Vorfahre, das Wildyak, wurde bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert. Im Gegensatz zum dunkelbraun bis schwarz gefärbten Wildyak sind bei Hausyaks durch Züchtung auch andere Farbschläge entstanden. Hausyaks dienen als Lasttier sowie als Lieferant für Fleisch, Milch und Fell. Außerdem wird der Kot der Yaks in getrockneter Form als Brenn- und Heizmaterial verwendet, vor allem in baumarmen Hochgebirgslagen. Während das Hausyak in Teilen Asiens millionenfach gehalten wird, gilt das Wildyak laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Nachdem die Wilderei, die zeitweise die größte Bedrohung für die Art darstellte, mittlerweile in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes eingedämmt wurde, sind heute der Verlust von Lebensräumen und die Konkurrenz um Weideflächen mit vom Menschen gehaltenen Viehherden die größten Gefahren für den Fortbestand der Wildform.

Die Hausyaks in der Wilhelma wohnen in direkter Nachbarschaft zu den Trampeltieren, welche den Neuzugang bereits über den Zaun hinweg neugierig beäugen. Wenige Schritte entfernt befindet sich der Asiatische Schaubauernhof mit Kaschmirziegen, Romanovschafen, Vietnamesischen Hängebauchschweinen und Ayam-Cemani-Hühnern. Der Bereich präsentiert damit eine kleine Auswahl von Nutztierrassen des asiatischen Kontinents, ergänzt durch typische Nutzpflanzen wie Reis und Bananen. Auf diese Weise werden nicht nur ausgewählte Formen der traditionellen Landwirtschaft in Asien exemplarisch dargestellt. Ebenfalls im Fokus steht der Mensch-Tier-Konflikt, der – nicht nur in Asien – überall dort entsteht, wo sich menschlicher Siedlungsraum und die Lebensräume von Wildtieren treffen oder sogar überschneiden.

Auf der Felsenanlage in der Wilhelma springt ein tierischer Neuzugang von Stein zu Stein: Am 30. April 2026 ist nämlich ...
22/05/2026

Auf der Felsenanlage in der Wilhelma springt ein tierischer Neuzugang von Stein zu Stein: Am 30. April 2026 ist nämlich bei den Mähnenspringern ein Jungtier zur Welt gekommen. Bereits seit dem ersten Lebenstag an ist es in der Lage, geschickt zu klettern und seiner Mutter auf Schritt und Tritt zu folgen.

Bei Mähnenspringern, auch Mähnenschafe genannt, handelt es sich um eine Huftierart aus dem nördlichen Afrika. Ihren natürlichen Lebensraum bilden felsige Wüstenlandschaften und Gebirge – vom Atlas bis tief in die südliche Sahara. Die Tiere sind perfekt auf die dort herrschenden widrigen Lebensbedingungen angepasst. Sie können in Trockenperioden wochenlang ohne Wasser auskommen. Sie leben in kleineren Gruppen von in der Regel mehreren Weibchen und ihren Jungtieren, angeführt von einem Bock. Namensgebendes Merkmal der Art ist die dichte Mähne an Kehle und Hals, die bei den Männchen besonders ausgeprägt ist und bis zum Boden reichen kann.

Trotz ihrer Genügsamkeit gelten Mähnenspringer in der Natur als bedroht: Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als „gefährdet“ eingestuft. Zu den Gefährdungsfaktoren gehören die Konkurrenz mit dem Menschen und seinen Viehherden um die wenigen Weidegründe und Wasserstellen, die damit zusammenhängende Verschlechterung der Lebensraumbedingungen, aber auch die Wilderei. Hinzu kommt, dass der Bestand der Mähnenspringer aus zahlreichen Teilpopulationen besteht, die nicht miteinander verbunden sind. In Teilen ihres Verbreitungsgebietes gestalten sich sowohl Schutz- als auch Monitoring-Maßnahmen aufgrund von politischer Instabilität als schwierig.

In der Wilhelma teilen sich die Mähnenspringer eine Felsenanlage mit den aus den Gebirgen Äthiopiens stammenden Blutbrustpavianen, auch Dscheladas genannt, und den Klippschliefern. Montags bis freitags (ausgenommen Feiertage), jeweils um 11.30 Uhr, können die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma dort beim Wilhelma Talk mit Fütterung mehr über diese drei Arten aus den Gebirgs- und Felslandschaften Afrika erfahren.

Die Wilhelma widmet den Pfingstmontag wieder einmal ihren jüngsten Besucherinnen und Besuchern: Am 25. Mai 2026 lädt der...
21/05/2026

Die Wilhelma widmet den Pfingstmontag wieder einmal ihren jüngsten Besucherinnen und Besuchern: Am 25. Mai 2026 lädt der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart nämlich wieder zum alljährlichen Kindertag ein. Von 10 bis 16 Uhr wird ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm für die ganze Familie geboten. Über das gesamte Gelände verteilt warten zahlreiche Stationen, Vorführungen und Aktionen, die Bewegung, Kreativität und Erlebnis miteinander verbinden. Zusätzliche Kosten zum regulären Eintritt entstehen nicht.

Zu den Highlights gehören die Zaubershow von Magic Oli vor der Damaszenerhalle oder Vorführungen mit Riesenseifenblasen beim Maurischen Landhaus. Darüber hinaus sorgen Walking Acts wie die Figuren aus „Paw Patrol“, „Mia&Me“ und „PJ Masks“ für überraschende Begegnungen und unvergessliche Fotomomente. Ergänzt wird das Programm durch Hüpfburgen, eine Bastelstation des Kindermuseums Junges Schloss sowie der Rollenden Kinderturn-Welt, dem Bewegungsmobil der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg. Die jungen Gäste können außerdem Pflanzen eintopfen und mit nach Hause nehmen, sich mit Kindertattoos schmücken lassen oder beim Quiz „Rund um die Welt“ ihr Wissen testen. Besonders musikalisch wird einiges geboten: Die Junge Akademie Stuttgart präsentiert mehrere Musical-Mixe auf der Bühne und lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, in die Welt von Musik, Tanz und Schauspiel einzutauchen. Ziel der Akademie ist es, jungen Menschen kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen und sie frühzeitig für darstellende Kunst zu begeistern. Zum ersten Mal mit dabei ist die Internationale Bachakademie Stuttgart mit dem „BachBewegt! Klangmobil“. Auch kulinarisch wird der Kindertag begleitet: Am Restaurant Amazonica findet ein Anschnitt des „größten Erdbeerkuchens“ statt. Der Erlös kommt, wie jedes Jahr, dem Artenschutz zugute.

Wilhelma-Direkter Dr. Thomas Kölpin erklärt: „Der Kindertag gehört seit vielen Jahren zu den besonders beliebten Veranstaltungen für Familien in der Wilhelma. Spielerisches Lernen und gemeinsame Erlebnisse schaffen oft die Grundlage für ein langfristiges Interesse an Tieren, Pflanzen und Artenschutz.“

Am Samstag, 25. April 2026, ist ein weibliches Bongo-Jungtier zur Welt gekommen. Muttertier ist die sechsjährige Sabah, ...
07/05/2026

Am Samstag, 25. April 2026, ist ein weibliches Bongo-Jungtier zur Welt gekommen. Muttertier ist die sechsjährige Sabah, die selbst 2020 in der Wilhelma geboren wurde. Deren Mutter ist die ebenfalls in der Wilhelma lebende Bongo-Kuh Assante. Damit setzt sich die erfolgreiche Zucht dieser selten gehaltenen Antilopenart in Stuttgart über mehrere Generationen hinweg fort.

In den ersten Lebenstagen blieb das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter im geschützten Vorgehege. Seit heute ist das kleine Bongo-Weibchen gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden Schwestern auch im Außengehege unterwegs und gut für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Dort zeigt sich der Nachwuchs bereits ausgesprochen aktiv: Immer wieder erkundet das Jungtier im Familienverbund aufmerksam seine Umgebung.

Bongos (Tragelaphus eurycerus) zählen zu den größten und zugleich scheuesten Waldantilopen Afrikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in den dichten Regen- und Bergwäldern Zentralafrikas. Charakteristisch ist ihr kastanienbraunes Fell mit auffälligen weißen Querstreifen, die im gefleckten Licht des Waldes eine effektive Tarnung bieten. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen spiralig gedrehte Hörner.

In der Natur sind Bongos stark bedroht. Lebensraumverlust durch Abholzung sowie Wilderei haben vielerorts zu drastischen Bestandsrückgängen geführt. Besonders die Unterart der Bergbongos gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht. Wissenschaftlich geführte zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher im Rahmen international koordinierter Erhaltungszuchtprogramme für den Aufbau stabiler Reservepopulationen.

Darüber hinaus laufen internationale Projekte zur Wiederansiedlung des stark bedrohten Östlichen Bongos in Kenia. Gemeinsam mit dem Kenya Wildlife Service und der Mount Kenya Wildlife Conservancy beteiligen sich mehrere europäische Zoos an der Vorbereitung von Auswilderungen. Anfang 2026 wurden männliche Tiere unter anderem aus den Zoos Frankfurt und Berlin nach Kenia gebracht, wo sie schrittweise an ein Leben in der Natur herangeführt werden sollen. Ziel des Projekts ist es, langfristig wieder stabile Bongo-Bestände in den Bergwäldern Kenias aufzubauen.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Jedes Jungtier ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden und seltenen Tierart. Gleichzeitig ermöglichen uns solche Nachzuchten, Besucherinnen und Besucher für die Bedrohung tropischer Waldökosysteme zu sensibilisieren und Ex situ Artenschutz zu betreiben.“

Da das Jungtier inzwischen regelmäßig gemeinsam mit seiner Familie im Außengehege unterwegs ist, bestehen derzeit besonders gute Chancen, den Nachwuchs bei seinen ersten Erkundungstouren zu beobachten.

Adresse

Wilhelma 11
Stuttgart
70376

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