07/01/2026
😘 aus tiefstem Herzen 100 % 👍
Es gibt keine bösen Hunde. Bei Menschen sieht das leider anders aus. Es gibt erschreckend viele, die niemals einen Hund hätten haben dürfen.
In all den Jahren, in denen ich mit Hunden gearbeitet habe, ist mir kein einziges „böses“ Tier begegnet. Wohl aber unzählige Menschen, die Verantwortung, Empathie und Selbstreflexion schmerzlich vermissen ließen. Einen Hund in sein Leben zu holen, ist kein Recht und kein Zeitvertreib – es ist ein Privileg. Eines, das viele leichtfertig missbrauchen.
Ich habe Menschen erlebt, die einen großartigen Hund (Sie sind alle großartig!) an ihrer Seite hatten und dennoch blind für ihn waren. Ihre "Liebe" sah so aus: Statt ihn zu verstehen, wollten sie ihn kontrollieren. Statt ihn anzunehmen, wollten sie ihn passend machen. Und selbst wenn sie erkannten, welch großartiges Wesen vor ihnen stand, war es ihnen oft gleichgültig. Denn für sie war er nie mehr als „nur ein Hund“ – ein Objekt, das zu funktionieren hat. Tut es das nicht, wird es lästig. Und was lästig ist, wird aussortiert.
Jeder Hund verdient ein Zuhause. Aber bei weitem nicht jeder Mensch verdient einen Hund. Der Wunsch nach einem Hund reicht nicht aus. Wer ihn nicht als fühlendes Individuum sieht und nicht lernen möchte sondern als Sache behandelt, sollte die Finger davon lassen. Wer glaubt, Liebe, Geduld und Verantwortung seien optional, tut besser daran, keinen Hund zu halten.
Und wer bereits einen Hund hatte und ihn weggegeben hat, weil er unbequem wurde, sollte diese Entscheidung nicht noch einmal treffen. Wenn ein Hund zur Belastung wird, liegt das Problem nicht bei ihm. Dann gib ihn wenigstens in Hände, die seinen Wert erkennen.
Kein Hund sollte für menschlichen Egoismus, Bequemlichkeit oder Unfähigkeit bezahlen müssen. Hunde sind keine Wegwerfware. Sie verdienen ein lebenswertes Leben.