
22/02/2025
„Pyo- Friday“
Gestern hatten wir gleich zwei Notoperationen bei zwei Hündinnen mit Gebärmuttervereiterung.
Aber was ist das und wo kommt das her?
Die Pyometra ist eine ernsthafte, potenziell lebensbedrohliche Gebärmuttervereiterung bei nicht kastrierten Hündinnen. Sie tritt meist 4-8 Wochen nach der letzten Läufigkeit auf und wird durch eine hormonelle Überstimulation der Gebärmutterschleimhaut begünstigt. Dabei können sich Bakterien in der Gebärmutter vermehren und eine eitrige Entzündung verursachen.
Es gibt zwei Formen der Pyometra:
• Offene Pyometra: Der Eiter kann über die Scheide abfließen, wodurch Ausfluss sichtbar wird.
• Geschlossene Pyometra: Der Eiter bleibt in der Gebärmutter eingeschlossen, was zu einer schnellen Verschlechterung des Allgemeinzustands führen kann.
Typische Symptome sind vermehrtes Trinken, Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit und ein aufgeblähter Bauch, starkes Hecheln, Erbrechen oder Durchfall. Ohne Behandlung kann es zu einer Sepsis oder einem Organversagen kommen.
Eine Gebärmuttervereiterung ist immer ein lebensbedrohlicher Zustand, welcher umgehend chirurgisch oder in einzelnen Ausnahmefällen konservativ behandelt werden muss.
Präventiv lässt sich nur die rechtzeitige Kastration euer Hündin empfehlen, damit es gar nicht erst soweit kommt.